Unser Apostolat ist Ausdruck unseres Glaubens.
Wir glauben, dass der Glaube nicht nur gedacht, sondern gelebt werden muss. Darum gehen wir zu den Menschen, hören zu, begleiten und helfen – in Liebe, Wahrheit und Barmherzigkeit.
Christus im Mittelpunkt – mit Maria an unserer Seite
Unser apostolisches Wirken ist christozentrisch und marianisch. Wir möchten Menschen nicht an uns binden, sondern sie zu Jesus Christus führen. Maria ist unsere Wegbegleiterin und geistliche Mutter.
Katechese & Glaubensbildung
Ein zentraler Bestandteil unseres Apostolats ist die Katechese. Wir vermitteln Wissen über den christlichen Glauben, seine Grundlagen, Sakramente und Tradition. Wir erklären und erläutern auch die Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen Christentum und Islam, um Orientierung, Verständnis und Klarheit zu fördern.
Wir begleiten Kinder, Jugendliche und Erwachsene bei der Vorbereitung auf die Erstkommunion, die Firmung und andere wichtige Schritte im Glaubensleben.
Besonderes Anliegen: junge Ehen und Familien
Ein besonderer Schwerpunkt unserer Arbeit liegt in der Begleitung junger Ehen und Familien. Wir stärken Beziehungen, helfen in Krisen, bieten Gespräche, Gebet und geistliche Orientierung an.
Begleitung in besonderen Lebenssituationen
Wir begleiten Frauen und Familien in Schwangerschaftskrisen, bei schwerer Krankheit des Kindes oder bei der Erfahrung von Verlust. Wir hören zu, bleiben da und tragen mit.
Besuchsdienst & persönliche Gespräche
Wir besuchen Menschen, die einsam, krank oder in Not sind. Wir schenken Zeit, hören zu und beten gemeinsam.
Medaillenapostolat
Wir verteilen die Wundertätige Medaille als Zeichen der Hoffnung, des Trostes und der Nähe Gottes.
Gebet als Fundament
Alles, was wir tun, ist getragen vom Gebet: Rosenkranz, Anbetung, Fürbitte, Herz-Jesu-Freitag und Sühnesamstag.
Einladung
Unser Apostolat lebt von Menschen, die sich senden lassen. Du musst nicht perfekt sein – du darfst einfach kommen.
Totus Tuus – Ganz dein, Maria.
Neuanfang in der Diözese Hildesheim
Joanna Stünkel-Gramm
Wenn ich heute auf meinen Lebensweg zurückblicke, erkenne ich, wie die Muttergottes mich und meinen Mann Schritt für Schritt geführt hat – manchmal durch Licht, manchmal durch Dunkel, aber immer mit mütterlicher Liebe.
Während meines Studiums zur Katechetin an der Hochschule Heiligenkreuz durfte ich Maria auf eine neue Weise kennenlernen. In dieser geistlichen Zeit, geprägt von Gebet, Theologie und Gemeinschaft, wuchs in mir der Wunsch, ihr ganz zu gehören. Gemeinsam mit einer Kollegin, die ebenfalls konvertiert war, gründete ich in unserer Pfarrei den Sühnesamstag – einen Tag der Wiedergutmachung, der Anbetung und der Evangelisation. Wir wollten der Muttergottes einen Ort schenken, an dem Herzen wieder zu ihrem Sohn finden können.
Im Rahmen des Studiums erfuhr ich auch erstmals, dass Maria nach dem Tod Jesu mit dem Apostel Johannes nach Ephesus ging und dort in einem kleinen Haus lebte. Diese Entdeckung berührte mich zutiefst – und so pilgerten mein Mann und ich später nach Ephesus, in die heutige Türkei. Dort, an diesem stillen, heiligen Ort, wo Maria wirklich gelebt hat, habe ich ihre Gegenwart so stark gespürt wie nie zuvor. Es war einer der bewegendsten Momente meines Lebens. Ich verstand: Maria lebt – und sie führt.
Ich lernte meinen Mann vor sieben Jahren kennen, und vor sechs Jahren haben wir in der katholischen Kirche geheiratet. Unsere Ehe stand von Anfang an unter dem Schutz Marias. Schon zu Beginn verband uns das tiefe Bedürfnis, Maria zu begegnen, wo immer wir waren. Unsere Wege führten uns zu vielen Wallfahrtsorten: nach Częstochowa, Licheń, Gietrzwałd, Mariazell in Österreich, später auch nach Medjugorje, Loreto, San Giovanni Rotondo, Monte Sant’Angelo und Altötting. Jeder dieser Orte war wie ein Stein auf dem Pilgerweg, den Maria für uns vorbereitet hatte.
Während einer dieser Reisen – nach San Giovanni Rotondo – begegnete ich im „Haus zur Sonne“ der Gastgeberin Pauline (auch einer Legionärin). Beim Frühstück erzählte sie mir mit brennendem Herzen von der Legion Mariens. Erst später erfuhr ich, dass sie selbst Präsidentin eines Präsidiums war. Ihre Worte und ihr Zeugnis trafen mich tief, und ich wusste: Das ist der Weg, den die Muttergottes mir zeigt.
Wieder zu Hause begann eine Zeit des Gebets, Fastens und des stillen Hörens auf den Willen Gottes. Aus dieser inneren Bewegung wuchs der Wunsch, die marianische Spiritualität weiterzutragen und hier vor Ort lebendig werden zu lassen.
Bevor wir ein geeignetes Präsidium suchten, nahmen wir Kontakt zu Br. Pfeiffer auf. Er ermutigte uns und machte uns auf das Präsidium in Neuss aufmerksam. So fuhren mein Mann und ich dorthin, wo wir Sr. Brigitte und Br. Hermann Eßer begegneten. Sie nahmen uns herzlich auf, und wir durften an einem Legions-Treffen teilnehmen. Dort spürten wir die besondere Atmosphäre dieser Bewegung – geprägt von Einfachheit, Gebet und der Liebe zur Muttergottes.
Dann kam eine Zeit des Kreuzes. Im November 2024 erlitt meine Mutter einen Schlaganfall. Diese Wochen waren schwer, aber auch reich an Gnade. Ich durfte erleben, wie Maria mich trug – in den Sorgen, in der Ohnmacht, in der Stille. Im Dezember 2024 kam die Reliquie des seligen Carlo Acutis zu uns – ein Zeichen der Nähe Gottes und der Hoffnung inmitten des Leidens.
In dieser Zeit der Prüfung schenkte mir Maria auch neue Weggefährten. Ich begegnete Anna, die sich in einer schwierigen Lebensphase befand. Wir begannen, gemeinsam zu beten und über den Glauben zu sprechen. Daraus entstand eine tiefe geistliche Freundschaft – und ich spürte, dass Maria uns füreinander bestimmt hatte.
Im Heiligen Jahr 2025 begann eine Zeit der Frucht. Aus vielen Gebeten heraus entstand zuerst der Verein Mission Immaculata e.V., um die katholischen Werte und die Familien zu schützen. Kurz darauf reifte in meinem Herzen die Entscheidung, die Legion Mariens in unserer Region zu gründen – als geistliches Herz dieser Sendung. Nachdem zwei Pfarrer auf meine Anfrage zur Gründung einer Legionsgruppe nicht eingegangen waren, brachte mich ein Rosenkranzgebet zur entscheidenden Eingebung. Während des Gebets kam der Gedanke ganz klar in mein Herz: kontaktiere Patricja – eine fromme Katholikin. Ich gehorchte diesem inneren Ruf, nahm Kontakt zu ihr auf – und es öffnete sich eine Tür. Ihr Mann war im Pfarrvorstand, und so ergab sich auf wunderbare Weise die Möglichkeit, die ersten Gespräche mit dem Pfarrer bezüglich der Gründung eines Legionspräsidiums zu führen, dass die Gründung tatsächlich stattfinden konnte. Auch das war ein sichtbares Zeichen der Führung Marias. Was ich zu diesem Zeitpunkt des Rufes der Mutter Gottes nicht wusste, der Pfarrer hatte seine Wurzel in Polen, mit 14 Jahren kam er nach Deutschland.
Mit der Zustimmung von Pfr. Grabowski, der ein sehr guter Geistlicher und liebevoller Priester, voller Güte und Offenheit für das Wirken der Muttergottes ist, konnten wir das Präsidium „Maria Himmelfahrt“ Rodenberg gründen. Auch die Begegnung mit Herrn Reinhard, der in der Kirche die Eucharistische Anbetung vorbereitet, erwies sich als weiteres Zeichen der Führung Marias. Über Monate bereiteten wir uns vor – mit Gebet, Mittwochsfasten, der heiligen Messe und dem Vertrauen, dass alles zur rechten Zeit reifen würde. Wir hatten noch keinen vollständigen Vorstand, uns fehlte die vierte Person. In der letzten Nacht zeigte uns die Gottesmutter, wie konkret sie war, nicht menschliches Werk, sondern Gnade, geführt durch die Hände der Mutter Gottes. Im Gebet kam dann der Gedanke, ich sollte Reinhard kontaktieren. Er betete darüber – wir auch, und noch in derselben Nacht kam die Antwort, „wenn dann nehme er nur das Amt als Vize-Präsident“. So wurde alles klar, die Aufstellung des Präsidiums war vollständig, und wir spürten alle, dass Maria selbst die Wahl getroffen hatte.
Schließlich kam der Tag der Aussendung. Am 29.08.2025 in der heiligen Messe empfingen wir den Segen und wussten: Die Legion Mariens lebt nun auch hier, an diesem Ort. Pater Tomy ist unserer Geistlicher Leiter.
Wenn ich heute auf all das blicke, weiß ich: Es war kein menschlicher Plan, sondern Gnade. Maria hat uns geführt – durch Freude und Leid, durch offene und verschlossene Türen – hin zu einem Leben im Dienst Jesu Christi.
Möge dieses Zeugnis anderen Mut machen, sich der Muttergottes ganz zu schenken. Denn wer sich ihr anvertraut, wird von ihr sicher zu Jesus geführt.

